Das Planen von Finanzen ist meist eine große Hürde, die zahlreiche Leute nicht nehmen können und damit in Schwierigkeiten geraten. Aber was ist so schwer daran, seine Finanzen so zu organisieren, sodass sie nicht bereits in der zweiten Monatswoche komplett aufgebraucht sind?

Fehlende Aufklärung im Steuerrecht

Für Sie mag es einfach wirken, die Steuer vom Bruttolohn abzurechnen. Das ist aber häufig gar nicht so simpel, da sich die Steuersätze häufig ändern und von vielen weiteren Aspekten abhängig sind. So spart beispielsweise ein Ehepaar im Gegensatz zum alleine Lebenden an Steuer und darf somit mehr vom Lohn auch wirklich behalten.
Ein sehr häufiger Fehler ist, dass die Leute nicht mit dem Nettogehalt, sondern mit dem Bruttogehalt planen. Dies kann dazu führen, dass bereits nach der Hälfte des Monats kein Geld mehr übrig ist und sich viele Leute daraufhin verschulden.

Fehl- und Risikoinvestitionen

Auch vermeidlich sichere Geschäfte können der Ursprung für das Scheitern der Finanzplanung sein. Beispielsweise beim Schritt in die Selbstständigkeit, der schon sehr viele Leuten finanziell zum Scheitern gebracht hat. Dabei können Sie zwar theoretisch geplante und vermutete Umsätze und Gewinne einplanen, sodass sich die eigene Firma auf den ersten Blick zwar lohnen mag, dabei wurde aber häufig einiges nicht bedacht. Gerne vergessen die Leute dabei die Steuerabgaben, aber auch Miet- und Lohnkosten, wodurch sich die geplanten Gewinne deutlich besser lesen, als sie letztendlich wirklich sind.

Augenscheinlich attraktive Leasing- und Finanzierungsraten

Aktuelle Studien zeigen, dass ungefähr 75% der zugelassenen Neuwagen geleast oder finanziert werden. Dies zeigt, dass drei Viertel aller Neuwagenbesitzer sich das Fahrzeug eigentlich nicht hätten leisten können. Besonders bei einem Neuwagen sind die monatlichen Raten sehr hoch, damit diese sich nicht auf Jahrzehnte ziehen. Viele Leute beziehen diese monatlichen Raten bei ihrer Finanzplanung nicht ein. Dann heißt es, nur 300 Euro monatlich wären ein wirkliches Schnäppchen und nichts, worüber man sich finanziell Gedanken machen müsste. Doch wie lange sie diese Rate zahlen müssen, wissen selbst die Käufer meist nicht. So rechnen sie monatlich für die Kosten des Fahrzeuges einfach immer mit 300 Euro, die Tankkosten oder Reparatur- und Versicherungsanteile vergessen sie dabei meist. Und wenn das Fahrzeug dann nach drei Jahren einen Totalschaden hat und nicht mehr repariert werden kann, steht ein weiterer Fahrzeugkauf an. Nur läuft die Finanzierung für den Alten noch vier Jahre.

Kreditaufnahmen und Verschuldung

Besonders viele junge Menschen wollen sich bereits früh im Leben den Traum des eigenen Autos erfüllen. Einige können dies auch finanziell tun, falls sie durch ihren Beruf genug beiseitegelegt haben, um diese Investition auch stemmen zu können. Leider gibt es aber auch immer wieder Menschen, die gar nicht genau über eine solche Investition nachdenken, und einen Kredit für ihr Fahrzeug aufnehmen. Dabei handelt es sich häufig nicht um einen Bankkredit, da dieser von der Bank an junge Menschen ohne hohes Einkommen nur sehr selten ausgehändigt wird. Somit können junge Menschen ganz schnell durch unüberlegtes Handeln an Kredithaie geraten, die die Leute zum Teil mit Aufschlägen im zweistelligen Prozentbereich Jahrzehnte belasten.

Das Wichtigste bei der Finanzplanung ist das langfristige Denken und eine gute Organisation. Jede Art von Ausgaben sollten Sie akribisch genau protokollieren, damit Sie diese in der Endabrechnung nicht vergessen. Auch Langzeitkosten und Abonnements sollten Sie nicht unterschätzen, da diese meist den Grundstein für finanzielles Scheitern legen können.